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... auf Samtpfoten unterwegs
Community Team
Registrierungsdatum: 26.06.2002
Ort: Solingen
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Ergänzungen und auch Richtigstellungen
Dieter Ertle schrieb:
"An der Echtheit der Flaschenpost gibt es aus meiner Sicht nicht den geringsten Zweifel. Der abgebildete Brief entspricht exakt dem Formular, das mein Vater entwickelt hatte, um nur noch die veränderlichen Daten zu ergänzen. Seine Unterschrift ist korrekt. Und zur Haltbarkeit und dem Alter der Flaschenposten ist zu sagen, daß mein Vater aufgrund seiner Erfahrungen eine sehr erfolgreiche Methode entwickelte, die "Sendungen" haltbar zu machen: zum Schutz vor Sonne Verwendung dunkler Flaschen und Silberpapier ( er aß sehr gern Schockolade ) als Briefhülle; Verwendung einer guten Kork-Qualität, möglichst lang, wie auch heute noch bei guten Rotweinen üblich; und schließlich luftdichter Siegellackverschluß.
Mein Vater war keineswegs ein reicher Mann, sondern bezog als früherer kaufmännischer Angestellter der Deutschen Solvay Werke eine auskömmliche aber nicht üppige Rente. Eine Seereise von Europa nach Südafrika war auf einem Frachter damals unter 1000 DM zu haben, Tramp-Schiff-Passagen, bei denen Ankunftsdaten offen waren, lagen auch darunter. Selbst das Postschiff der Union Castle Line von Kapstadt nach Southampton nahm Passagiere in der billigsten Klasse für 800 DM mit ( 1968 ). Und auf Komfort oder sogar Luxus legte mein Vater keinen Wert. Die Preise im südlichen Afrika waren damals für einen Europäer eher niedrig und die Gastfreundschaft groß. Und da mein Vater nach dem ersten Weltkrieg Erfahrungen als Rentmeister auf einem Gut auf der Insel Rügen gesammelt hatte, wurde er von deutschstämmigen Farmern auch gern mit dem Hüten ihres Hauses oder ihrer Farm betraut, wenn sie einen längeren Urlaub in Europa machen oder sich einer medizinischen Behandlung unterziehen wollten.
Und zum Namen ERTLE oder ERTEL. Das erste ist die schwäbische, das zweite die bayrische Variante eines in Süddeutschland und im Elsaß häufig vorkommenden Namens, der einen Kleinbauern beschrieb. Der 30-jährige Krieg vertrieb sie aus ihrem ursprünglichen Siedlungsgebiet am Bodensee u.a. auch ins Elsaß.
Von den drei Söhnen unserer Eltern bin ich der letzte Lebende, Jahrgang 1937: aber es gibt sieben Enkel und jede Menge Urenkel."
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MissMarple
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"Das Licht am Ende des Tunnels ist nicht das Ende des Tunnels, sondern der entgegenkommende Zug." (Wilfried Schmickler)
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